Zumindest, was die PR angeht… denn wenn das das beste ist, was als Logo für den Anti-Terror-Kampf (sicher mit Millionenbudget) zu gebrauchen ist, dann gute Nacht, du mein Abendland…
18. Oktober 2007
Ich bin ja kein Fußball-Fan…
… aber Hans-Meyer-Fan und diesesInterview macht ziemlich deutlich, warum.
18. Oktober 2007
Ich, der Gratis-Slogan-Erfinder
Nachdem ich gerade den Briefbogen einer Spedition erblickt habe, kommt mir sofort die Idee für einen griffigen, einprägsamen und unikaten Slogan. Ich stifte ihn hiermit öffentlich der betreffenden Firma:
„Wenn’s ankommt, war’s Zufall!“
Jetzt dürft Ihr raten, die die Spedition heißt
17. Oktober 2007
Beinahe interessante Schlagzeilen 1
Wenn man morgens zur Arbeit geht, kommt man mit schöner Regelmäßigkeit an den stummen Verkäufern der Tageszeitungen vorbei. Hier in Nürnberg gibt’s grad mal drei (einhalb) – die lokale BILD-Ausgabe, die Nürnberger Abendzeitung und die Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung (selber Mantel, unterschiedlicher Lokalteil). Es ist immer recht belustigend, die Aufmacher zu lesen und ich nehme mir hiermit vor, wenn mir was ganz besonders kurioses unter die Nase kommt (das dürfte ausnahmslos BILD oder Abendzeitung betreffen), es hier vorzustellen.
Heute: BILD-Zeitung.
„NÜRNBERG: MÄDCHEN STÜRMEN UNSERE UNI“
Äh. Die BILD-Zeitung hat ‘ne eigene Uni? In Nürnberg? Und da sind bislang keine Mädels erlaubt gewesen? Und jetzt haben die Girls ‘ne Sturmtruppe gegründet? Oder sind Eva-Herman-Groupies in die Uni eingefallen und haben die Damen-Klos zugemauert, damit ihre Geschlechtsgenossinnen an einer familienfeindlichen Karriere gehindert werden?
Wie schon in der Überschrift ausgedrückt – eine BEINAHE interessante Schlagzeile. Aber zur Investition in die Zeitung konnte sie mich dann doch nicht motivieren…
16. Oktober 2007
In Ermangelung echten Contents…
15. Oktober 2007
Montag morgen fängt gut an…
… wenn man beim Bäcker von den freundlichen Backwarenfachverkäuferinnen nach Kräften ignoriert wird. Die eine geht demonstrativ vor mir in die Frühstückspause, die andere nimmt erst mal zwei Leute, die sich nach mir angestellt haben, dran. So braucht man schon mal 15 Minuten, um sich ‘ne lumpige Käsestange zu kaufen. Servicewüste, I tells ya.
13. Oktober 2007
Danke! Danke!
Für die Erfindung des USB-Plattenspielers… auch wenn Madame Ninjette es vermutlich nicht so prickelnd findet – ich liebe es, meine alten Singles (und ich hab ja’n paar) aufzulegen und in MP3s zu wandeln… endlich bekommt mein MP3-Player anständiges Futter (d.h. 80er Krams von Madness über Two Of Us bis Sandy Marton…). Klar, theoretisch könnte ich mir den Schmodder – ohne großes schlechtes Gewissen – aus den unendlichen Netzweiten organisieren, aber so macht’s mehr Spaß, weil man die Songs ja notgedrungen beim Rippen anhören darf (und – ich gehe nicht davon aus, dass irgendjemand die beiden Singles von „Fix & Fertig“ gerippt und ins Netz gestellt hat). Technik ist schon was feines…
12. Oktober 2007
Headbangboing
Soderla, nun habe ich es also, das neue J.B.O.-Album.
Nach der letzten EP „Rock Muzik“ hatte ich die Hoffnung, dass die Erlanger Saufköppe und Funmetaller wieder auf den rechten Weg zurückfinden, von dem sie mit „United States of Blöedsinn“ leider abgewichen waren. Nach zweimaligem Durchhören von „Headbangboing“ komme ich zum Schluss – okay, man ist weiter auf dem Weg, aber noch nicht wieder angekommen…
Erfreut hat mich schon mal, dass sich Coverversionen und eigene Songs die Waage halten – jeweils fünf werden geboten. Bei den Covern finden sich mit „Osama“ („Rosanna“ von Toto) und „Musiker“ („Moviestar“) von Harpo zwei echte Volltreffer (auch wenn die True-Mettl-Fraktion wieder schimpfen wird, dass der Kram viel zu soft ist) – „Headbangboing“ („King of the Bongo“ von Manu Chao) und „Raining Blood“ („It’s raining men“ von den Weather Girls) sind leider etwas nichtssagend (und beim letzteren Titel beschränkt sich die Band auf das Austauschen der Vokabel „men“ durch „blood“ und Herunterprügeln des Songs im Slayer-Style), „Oaaargh!“ („Nur ein Wort“ von Wir sind Helden) ist zumindest ganz witzig. Die eigenen Songs sind leider etwas schwächlich – „Mehr Stoff“ scheint in groovigeren Rammstein-Gefilden zu wildern und hat keinen brauchbaren Chorus, „Acht“ hat irgendwie keinen Punkt, „Promibeat 800″ ist zumindest hysterisch schwachsinnig (und so ‘ne Art legitime Fortsetzung vom „vokuhilischen Pendel“), „Bejonze“ bringt immerhin die Neuerung von weiblichem Gesang, aber „Misanthropoly“ ist zumindest ein Volltreffer, der zwar auch nicht Meddl ist, aber zumindest textlich das, was man von J.B.O. im besten Falle gewohnt ist, so ‘ne Art umgekehrter „Guter Tag zum Sterben“. Dazu gibt’s wieder ein paar Skits und Gags (wobei mir „Frühstück“ am besten gefällt) und das Gag-Madley „Wir ham’s geschafft“ (in dem die „Metal-Schlümpfe“ diverse Songs covern… so wird z.B. Manowars „Pleasure Slave“ zu „Women, be my schlumpf!“) ist schön deppert lustig.
Insgesamt fehlt mir vielleicht die große Mitgröhl-Abgeh-Nummer für Live-Konzerte, aber zumindest hat man sich musikalisch davon verabschiedet, auf Teufel komm raus HART zu sein, wo’s doch eigentlich auf den Fun ankommt. Ich würde das Album erst mal auf einem Level mit der „Rosa Armee Fraktion“ ansiedeln und damit doch deutlich über der „United States“. Jetzt muss ich nur noch ein Ticket für die Weihnachtsshow im E-Werk abkriegen…
12. Oktober 2007
Ich wollte eigentlich nichts zu Eva Herman schreiben…
… und schon gar nicht als erstes Blogpost nach gefühlten dreihundertachtundzwölfzig Jahren, aber irgendwie hab ich bei der ganzen Diskussion folgendes Bild vor Augen:
Versammlungsleiter: „Also, frage ich euch, was, außer den Familienwerten, der Autobahn, der Vollbeschäftigung, der öffentlichen Sicherheit, Territorialgewinn, dem Volkswagen, den Olympischen Spielen, dem Ehegattensplitting, der Krankenversicherung für Rentner, Hitlers Tierliebe, sexueller Freizügigkeit und dem KdF-Urlaub, haben die Nazis jemals gemacht?“
Zaghafte Stimme aus der letzten Reihe: „Die Juden vernichtet?“
Versammlungsleiter: „Ach, die Juden. HALT DIE KLAPPE!“
Ich halte Frau Herman nicht für eine „Nazitante“. Allerdings halte ich sie für dumm. Wer seit Zig Jahren in der Medienwelt arbeitet, sollte realisieren, dass er bei bestenfalls ungeschicktem, schlechtestenfalls böswilligem Herumlavieren mit, sagen wir mal, belasteten Vokabeln wie „Gleichschaltung“, in eine bestimmte Ecke gestellt wird. Und ganz so unwohl scheint sie sich, wie ihr Auftritt vor den Fundi-Katholen belegt, ja auch nicht dort zu fühlen.
Ihre kruden Thesen zeugen m.E. nicht von Anhängerschaft nationalsozialistischem Gedankenguts, sondern eher von persönlicher Frustration, dem Glauben, durch Karriere und vier Ehen irgendetwas „wichtiges“ verpasst zu haben. Das kann sie meinetwegen glauben, meinetwegen drüber schreiben auch.
Was aber auch die z.B. im Niggemeier-Blog massenweise auftretenden Hermann-Apologeten angeht, so sei diesen nochmals ins Stammbuch geschrieben: Meinungsfreiheit heißt durchaus, dass man jeden Blödsinn sagen und vertreten darf. Es heißt aber nicht, dass einem bei offenkundigem Blödsinn kein Gegenwind ins Gesicht blasen darf. Wer Frau Hermanns diffusen Theorien, ihren seltsamen Vergleichen und dem Auspacken der Nazi-Keule (eigentlich ist sie ein typischer Fall von „Godwin’s Law“), nicht zustimmt, hat genauso jedes Recht darauf, dies zu tun. Und Frau Herman hat sicherlich genügend öffentlichkeitswirksame Auftritte gehabt, um sich über mangelnde Gelegenheiten, ihre Positionen darzulegen, nicht beschweren zu können. Wenn sie es nicht kann, weil sie vermutlich selbst nicht weiß, worauf sie letztlich hinaus will, ist das nicht das Problem ihrer Gegner.
Apropos (nachträglich noch reinfummel): den Broder-Kommentar bei SPON (Verlinkung spar ich mir, zum Spiegel wird jeder selbst finden) halte ich für Blödsinn. Natürlich kann ich sagen: „Ich fahr heut über die Autobahn nach München“, ohne ein „aber ich distanzier mich natürlich vor den Nazis, die sie haben bauen lassen“ anzufügen. Es kommt auf den Kontext an. Wer aber „Familienwerte“ und „drittes Reich“ im selben Satz verwendet, muss sich halt genau überlegen, WIE er sich ausdrückt, um nicht missverstanden zu werden.
9. April 2007
Nie mehr Erste Liga…
Naja, bei den sellbytel baskets verabschieden sich jetzt wohl selbst die optmistischten Fans vom Thema „sportlicher Klassenerhalt“. Nachdem Konkurrent Gießen zwei Überraschungssiege hingelegt hat und die Falken nur zwei achtbare knappe Niederlagen gegen Alba und Bamberg vorweisen konnten, ging das vorletzte Heimspiel gegen EnBW Ludwigsburg wieder richtig schön in die Binsen (75:104 oder so… ich hab den Endstand nicht mal mehr mental abgespeichert). Dabei ging’s gut los, über 10:3 und 13:4 schienen die Baskets die Ludwigsburger heftigst zu irritieren, aber nach einer ersten Auszeit kamen die Gäste dank einer traumwandlerischen Sicherheit von der Drei-Punkte-Linie wieder ins Spiel und hatten bis zur ersten Viertelpause schon auf vier Punkte verkürzt, um im weiteren Spielverlauf eindeutig das Kommando zu unternehmen (angeführt von Foster und dem entfesselt aufspielenden Bankspieler Mittmann). Zur Halbzeit lagen die Gäste dann schon mit 10 vorne und danach ging, wie des öfteren schon in der (erschütternd leeren) Arena gesehen, gar nix mehr. Vor allem Ryan DeMichael (5 Punkte) stand völlig neben sich, wohingegen Lake (15), Rouse (14), Soto Giolekas (leider frühzeitig wg. Foulbelastung draußen, 16) und in der Schlussphase Dühring (12) durchaus das spielten, was sie konnten (ok, Soto hat sicher größeres Scoring-Potential, aber er kam schwer ins Spiel). Die Referees hatten sicher auch einen gewissen Anteil am Spielverlauf, gaben sie doch der Vokabel „unparteiisch“ eine neue Bedeutung – in der ersten Hälfte pfiffen sie konsequent pro Nürnberg, in der zweiten dann nur noch pro Ludwigsburg (und die machten mehr aus diesem Vorteil). Sean Walker gefällt mir auf der Aufbauposition immer noch fast besser als Lee, weil quirliger und variantenreicher im Spiel, aber er kann die Position halt nicht durchspielen – Lake ist auf der Aufbauposition aber nicht zu Hause (und verursacht so ab und zu vermeidbare Turnovers) und Plantzas halt einfach völlig überfordert (sobald er auf dem Parkett steht, spielen die Falken halt effektiv nur noch zu viert. Nix gegen den Kleinen, aber das ist halt so).
Jetzt stehen drei Auswärtsspiele am Stück an, bevor im Mai der vermutlich letzte Erstligaheimauftritt gegen Absteiger Karlsruhe ansteht. Dass von diesen vier Spielen drei gewonnen werden (und Gießen zwischendurch nicht mehr gewinnt), ist eher unwahrscheinlich… kann man nur hoffen, dass die ProA-Lizenz sicher ist und wenigstens ein-zwei bessere Spieler dieses Kaders (ich denke an Lake, Dühring, Walker, die in der ProA sicher dominierende Spieler sein können) bleiben und dazu einige talentierte Nachwuchsspieler stoßen. Dann könnte ich mich auch persönlich mit der neuen Saison anfreunden…